Tödliches Palmöl - Die letzten Orang-Utans von Sumatra (Doku)

14 April 2014
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Große braune Augen schauen Ian Singleton an: es sind die Augen eines geretteten Affenbabies, eines Orang Utans in der Quarantäne-Station des Tierschützers.

Große braune Augen schauen Ian Singleton an: es sind die Augen eines geretteten Affenbabies, eines Orang Utans in der Quarantäne-Station des Tierschützers. Er und sein Team versuchen auf der indonesischen Insel Sumatra so viele Orang Utans wie möglich vor dem Tod zu retten. 

Ihr Feind: die Palmölindustrie, sie raubt den Tieren durch Brandrodungen ihren Lebensraum. Indonesien ist der weltgrößte Produzent, der Weltmarktanteil liegt bei 44%, denn fast die Hälfte aller Produkte im Supermarkt enthalten Palmöl.
Es befindet sich zum Beispiel in Backwaren, Waschmittel und Süßwaren.

Der Boden und das Klima auf Sumatra sind für die Palmölindustrie ideal. Hunderte von Brandrodungen gab es bereits in diesem Jahr, dabei sind sie in Indonesien verboten. Konkret bedroht: der Torfsumpfwald von Tripa an der Westküste, das hochsensible Ökosystem gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Konzerne interessiert das wenig, für sie zählt der Profit. Das hat dramatische Folgen für die Affen: ihr Lebensraum wird vernichtet, viele Tiere finden kaum noch Nahrung und verhungern, andere werden getötet, weil sie auf der Suche nach Futter den Palmölfeldern zu nahe kommen. Die Orang-Utan-Babies werden häufig auf dem Schwarzmarkt verkauft und landen oft als Haustier im Käfig - auch das ist eigentlich verboten auf Sumatra.

Weltweit- Autor Norbert Lübbers hat sich mit seinem Team auf den Weg nach Tripa gemacht, die brennenden Wälder gesehen und einen Palmöl-Produzenten damit konfrontiert. Aber er hat auch gesehen, wie den Affen in der Quarantäne-Station geholfen wird: Die Tierschützer peppeln die verstörten Oang Utans auf und wildern sie später aus, sie werden umgesiedelt in einen entfernten Regenwald - dorthin, wo die Palmölindustrie noch nicht vorgedrungen ist.

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